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GdP-Flagge weht über Brüssel
GdP-Büro im Euro-Parlamentsviertel eröffnet
Brüssel/Berlin.

Nachdem der Bundeskongress der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im November 2014 dem Bundesvorstand den Auftrag erteilt hatte, die europäische Gewerkschaftsarbeit zu analysieren und fortzuentwickeln, war der Austritt nach einer jahrelangen Mitgliedschaft aus EuroCOP Ende 2015 die notwendige Konsequenz. Nach eingehender Befassung und intensiver Suche hat der Geschäftsführende Bundesvorstand nunmehr einen überaus attraktiven Standort in Brüssel gefunden und ein Büro in Europas Hauptstadt eröffnet. Am 21. April 2016 wurde das GdP-Büro, gelegen in der Brüsseler Vertretung des Landes Hessen, von Vertretungsleiter Friedrich von Heusinger und dem GdP-Bundesvorsitzenden Oliver Malchow seiner Bestimmung übergeben.
Zentrale Lage in der Nähe aller europäischen Institutionen
Das Büro befindet sich im achtgeschossigen Mehrregionenhaus der Landesvertretung, in dem unter anderem auch andere Branchenverbände wie der Deutsche Feuerwehrverband untergebracht sind. Das 2013 neu errichtete Haus verfügt über eine hervorragende technische Ausstattung (zum Beispiel Dolmetscherkabinen für Simultanübersetzungen) und Tagungsräumlichkeiten für alle Gremiengrößen bis zu Veranstaltungen von über 300 Personen. Der Präsident der niederländischen Polizeigewerkschaft Nederlandse Politiebond (NBP) Han Busker und sein designierter Nachfolger Jan Struis ließen es sich übrigens nicht nehmen, der Eröffnung beizuwohnen.

Herausragendes Argument für die Standortentscheidung war vor allem die Lage. Das GdP-Büro liegt zentral und ist von allen europäischen Institutionen zeitnah zu Fuß und ohne öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen. Das Europäische Parlament, das von der Dachterrasse der Hessischen Landesvertretung im Hintergrund zu sehen ist, ist in nur fünf Gehminuten zu erreichen. Im Gespräch mit dem Leiter der Landesvertretung, Friedrich von Heusinger und seines Vertreters Claus-Peter Appel wurde schnell deutlich, dass daher die Europäischen Parlamentarier eine hohe Bereitschaft zeigen, an Veranstaltungen in der Hessischen Landesvertretung teilzunehmen.

Erste Planungen für Sitzungen und Veranstaltungen noch in diesem Jahr sind bereits realisiert. Neben der Lobbyarbeit mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus Kommission, Europäischem Parlament und Rat sowie weiteren hochkarätigen Referentinnen und Referenten ist es ein weiteres Ziel, gemeinsam mit anderen europäischen (Polizei-) Gewerkschaften und Vertretern von Sicherheitsbehörden wie EUROPOL Themen zu diskutieren, die einen klaren polizeipraktischen Bezug haben. Dabei sollen Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen europäischen Staaten zum Gedankenaustausch zusammengebracht werden.
Konsequenter Schritt in Richtung internationaler Zusammenarbeit
Gemeinsam mit den niederländischen Kollegen ist in der zweiten Jahreshälfte eine Fachtagung in Planung. Ziel ist, selbstbewusst europäische Themen der Sicherheitspolitik und Fragen des Berufsalltags von Polizeibeschäftigten gemeinsam mit anderen zu beraten. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: „Wir wollen und werden Einfluss auf die europäische Politik nehmen und dies auch im Bewusstsein, dass die GdP die mitgliederstärkste Polizeigewerkschaft in Europa ist. An Themen wird es nicht mangeln. Die aktuelle Flüchtlingssituation stellt alle Europäischen Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen und unsere Kolleginnen und Kollegen sind mit enormen Belastungen konfrontiert.“

Überdies werde das Tagesgeschäft, exemplarisch die regelmäßigen EU-Gesetzgebungsverfahren (Arbeitszeitrichtlinie) und die Erarbeitung von Positionspapieren zu Sicherheitsfragen, den Alltag in Brüssel abbilden. Die GdP hat einen weiteren konsequenten Schritt in Richtung internationale Zusammenarbeit vollzogen. Das Alles ist kein Selbstzweck. Letztendlich geht es um ein Leben in Frieden und Freiheit in einem sicheren Europa.

 

Quelle: Gewerkschaft der Polizei, Jörg Bruchmüller, 27.04.2016

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